Català Castellano English Deutsche Deutsche
Geographische lage Territorium und ressourcen Aktiv tourismus Kultur Gastronomie Unterkunft Veranstaltungs Empfehlungen Veröffentlichungen Qualität
Architektonisches vermächtnis

Der Verwaltungsbezirk Baix Empordà ermöglicht einen historisch-archäologischen Streifzug von größter Bandbreite. Zahlreiche Museen stellen die vor Ort gemachten vorgeschichtlichen Funde aus; besichtigt werden können aber auch verschiedene prähistorische Höhlenformationen (Montgrí-Massiv) sowie zahlreiche Bauwerke aus der Megalithkultur in den Gavarres-Bergen und der Ardenya, von denen aus sich größtenteils prachtvolle Ausblicke auf die umgebende Landschaft bieten. Die Indigeten hinterließen uns die bedeutende iberische Siedlung Ullastret sowie die Niederlassungen Castell de la Fosca in Palamós und Sant Sebastià de la Guarda in Palafrugell... Als ein Zeugnis aus römischer Zeit sei die schön restaurierte Villa Pla de Palol in Platja d’Aro erwähnt.
Die wichtigsten Zeugnisse aus vorrömischer Zeit befinden sich vor allem in den Gavarres-Bergen. Erinnert sei diesbezüglich an Santa Coloma de Fitor oder Sant Feliu de Boada. Sehenswerte Bauwerke aus der Romanik sind unter anderem die Klosteranlagen in Sant Feliu de Guíxols und in Sant Miquel de Cruïlles oder der befestigte Palast in La Bisbal. Kleine romanische Kapellen befinden sich überall im Verwaltungsbezirk, wobei die von Sant Joan de Bellcaire, Sant Andreu de Pedrinyà oder Sant Pau de Fontclara vielleicht als die schönsten gelten dürfen.
Sofort ins Auge fällt die große Rolle, die in unserer Heimat die Gotik spielt. Die befestigten Ortschaften mit ihren Burgen und Türmen, ihren engen Gassen  und den unzähligen Zierelementen an ihren Wohnhäusern führen uns beispielsweise in Ullastret, Peratallada, Pals oder Monells in die Zeit der Ritter zurück. Nicht zu vergessen aber auch die Burg von Montgrí, der befestigte Palast in Bellcaire, die Burg von Peratallada oder (trotz ihrer barocken Fassade) die Kirche von Sant Genís de Torroella.
Längs der Küste erhoben sich die im 16. und 17. Jahrhundert gebauten alten Wachtürme. Rund oder quadratisch, größer oder kleiner, als Teil eines Gehöfts oder vollkommen allein stehend, haben sich viele dieser Bauwerke bis auf unsere Tage erhalten können, besonders in den Gemeindegebieten von Torroella, Palafrugell, Begur, Calonge und Palamós. Gleiches gilt für die großen befestigten Guts  und Bauernhäuser mit ihren neugotisch oder barock gestalteten Fenstern und Türen und ihren hohen Gewölben und Portalen, die ein prächtiges Beispiel der volkstümlichen Architektur unserer Heimat darstellen.
Renaissance und Barock sind in der Architektur unseres Verwaltungsbezirks weniger deutlich vertreten. Bei ersterer wäre beispielsweise auf das Portal der Kirche in Sant Isidor de la Pera oder die umgebaute Burg von Vulpellac zu verweisen, und im Zusammenhang mit dem Barock auf die Kirchen Santa Maria in La Bisbal und Sant Martí in Palafrugell.
In unmittelbarer Meeresnähe finden wir hübsche, weiß getünchte Häuser, die sich um eine kleine Bucht drängen und noch ganz die Atmosphäre eines ehemaligen Fischerdorfs in sich bergen; man denke hier nur an Calella de Palafrugell, Llafranc, Tamariu, Sa Tuna, Sa Riera... Ihrem Ursprung nach waren diese einfachen Unterkünfte ganz den Bedürfnissen der Fischer angepasst: ein Unterstand für das Boot, und im ersten Stock dann ein paar Zimmer, um dort übernachten zu können. Heute werden viele dieser kleinen Häuser für den Sommerurlaub genutzt, büßen dadurch aber nichts von ihrem ursprünglichen Reiz ein.
Die cases d'indians, die prunkvollen Häuser also, die sich in Amerika reich gewordene und in ihre Heimat zurückgekehrte Auswanderer bauen ließen,  finden sich vor allem in Sant Feliu de Guíxols und in Begur. Sie vereinen traditionelle Stilelemente antillanischer Architektur mit nicht zu übersehenden Einflüssen aus der Zeit des Jugendstils.
Der Jugendstil, der in unserem Verwaltungsbezirk sehr unterschiedlich vertreten ist, begegnet uns in Gebäuden wie etwa dem Casino dels Nois oder Can Malonis in Sant Feliu de Guíxols, dem Cinema Mundial in La Bisbal, in dem heute die städtische Bibliothek untergebracht ist, in Can Màrius, der Fàbrica Armstrong in Palafrugell...
Die schönen Sommerhäuser am Strand von Sant Pol in Sant Feliu und in S’Agaró sind ein prachtvolles Beispiel der Architektur des noucentisme, jener katalanischen Kulturbewegung, die mit dem beginnenden 20. Jahrhundert einsetzte.
Auch auf Zeugnisse der zeitgenössischen Architektur stößt man in unserem Verwaltungsbezirk, allerdings meist in Gestalt von privaten Bauten. Ganz besonders hervorzuheben gilt es diesbezüglich den Parador Nacional von Aiguablava in Begur und die Apartments in Cap-sa-sal.
Im Laufe dieses Jahrhunderts haben die an der Küste gelegenen Ortschaften ihre alten Strandpromenaden renoviert, die heute nun, mit all ihren Restaurants, Bars und kleinen Verkaufsständen, zu beliebten Flanierstraßen unmittelbar am Meer geworden sind. Besonders schöne Anlagen finden sich in Platja d’Aro, L’Estartit,  Palamós und Sant Feliu de Guíxols.


> Architektonisches vermächtnis > Städtebau und Landschaft

Sie können kostenlos per E-Mail die wichtigsten Neuheiten erfahren.
Name:
E-mail:
Més informació

Consell Comarcal del Baix Empordà
C/Tarongers, 12 · Tel. 972 642 310 · 17100 La Bisbal d'Empordà · turisme@baixemporda.cat
© 2006-2007 Consell Comarcal del Baix Empordà
disseny web comunicatek