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Die Welt der Korkarbeiter
els Tapers Mit der Aufnahme der Sektproduktion in der französischen Champagne setzte eine starke Nachfrage nach Flaschenkorken erster Qualität ein. Im Baix Empordà bestanden beste Voraussetzungen für Betriebe dieser Art, nachdem die Korkeichen in den Gavarres-Bergen und der Ardenya diesbezüglich eine nicht zu übertreffende Rohstoffquelle darstellen. Auf diese Weise setzte die Korkindustrie, zunächst rein handwerklich betrieben, bereits im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts ein.   In wirtschaftlicher Hinsicht ließ die Korkverarbeitung die Bewohner unserer Heimat damals aufatmen. Die Bauern stellten ihre Arbeit auf den Feldern ein und widmeten sich der Herstellung von Flaschenkorken. Und die Fischer, ihrer schweren und unsicheren Arbeit müde, legten Netz und Angel beiseite und sahen sich ebenfalls nach einer Anstellung in diesem Gewerbe um, zahlte man ihnen hier doch Löhne, die beispielsweise weit über denen eines Arbeiters in einer Textilfabrik lagen.  Das bessere Einkommen machte sich bald schon in Gestalt eines allgemein höheren Lebensstandards bemerkbar, und dieser wiederum führte zu einem klaren Anwachsen des Freizeitbedarfs. Man traf sich zu kulinarischen Festen, bei Tanzveranstaltungen... man wollte es sich einfach gut gehen lassen. Und so entstanden auch die verschiedensten Klubs, Kulturvereine und Kulturzentren, in denen sich die Korkarbeiter zum geselligen Beisammensein zusammenfanden.  Die Korkarbeiter gingen gut gekleidet zur Arbeit und verrichteten diese ohne jeden Lärm, denn es handelte sich ja immer noch um eine vorwiegend handwerkliche Produktionstätigkeit. Irgendjemand kam dann auf die Idee, dass man sich bei einer solchen Arbeit auch vorlesen lassen könnte, und so hatten die Betriebe bald schon ihre eigenen Vorleser, die den Korkarbeitern aus Zeitungen, Zeitschriften und Büchern vorlasen. Diese Tatsache führte zu einer deutlichen Anhebung ihres Ausdrucksniveaus. Die Sprache der Korkarbeiter war im Vergleich zur übrigen Bevölkerung viel blumiger, beschreibender und ausschmückender.  Mit dem Ersten Weltkrieg jedoch war es mit diesem wunderbaren Wohlstand vorbei. Viele Fabriken und Werkstätten schlossen; andere jedoch mechanisierten die Arbeit durch die Einführung von Maschinen, diversifizierten ihr Produktangebot und konnten sich bis auf unsere Tage halten. Denn auch heute noch ist die Korkproduktion des Baix Empordà aufgrund ihrer hohen Qualität überall gefragt und begehrt.

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